06.02.12
Auf der Spur der Stromstörung
EWR investiert knapp 10.000 Euro in Horrweiler
Vor etwa zwei Wochen registrierte die EWR Netz GmbH mehrere Störungen im Mittelspannungsnetz bei Horrweiler, Welgesheim und Gensingen. Die Fehlersuche begann prompt, und inzwischen wurden knapp 10.000 Euro investiert. Die Kunden merkten von alldem nichts – wie kommt das?
„Wir betreiben ein sogenanntes gelöschtes Netz“, erklärt Wolfgang Rohleder, Leiter des Mittelspannungsbaus. Er erklärt, dass die meisten Störungen durch einen Erdschluss auftreten – zum Beispiel verursacht durch das Hineinwachsen eines Baumes in eine Freileitung oder Windschäden. Ein „gelöschtes Netz“ kompensiert dies durch eine spezielle Schutz- und Leittechnik sowie einer Spule und verhindert damit den Ausfall der Leitung.
„Die Fehlersuche kann damit umgehend beginnen“, verdeutlicht Rohleder. Über Netzumschaltungen könne das fehlerhafte Kabel oder die Freileitungsstrecke sukzessive ermittelt werden. Und da die EWR Netz GmbH ein engmaschiges Ringnetz betreibt, bemerkt der Kunde auch von den notwendigen Umschaltungen nichts – er wird lediglich über einen anderen Weg versorgt.
„Das einzige, was den Kunden auffallen wird, ist die stärkere Präsenz von Mitarbeitern in dem betroffenen Netzgebiet“, sagt Rohleder.
Bei den letzten Störungen in Gensingen und Umgebung war die Ursache ein länger zurückliegender Blitzeinschlag in der Nähe des Horrweiler Friedhofes. Durch einen Blitzeinschlag hatte sich einer der Drähte des Erdseils gelöst und schlug bei starken Windböen auf eine der drei stromführenden Leitungen. Jedes Mal, wenn der lose Draht gegen eine der stromführenden Leitungen schlug, kam es zu einem Erdschluss und damit zu einer Meldung in der Leitstelle der EWR Netz GmbH in Worms. Von dort aus wird das Netz rund um die Uhr überwacht.