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11.01.12

EWR unterstützt naturnahen Wald

100.000 Euro für Ober-Olmer Projekt

Jürgen Koch, Hans-Erich Blodt, Helmut Antz, Dr. Gerhard Hanke, Landrat Claus Schick, Günter Reichart, Thomas Spiegler, Henriette Zimmer

Die EWR Aktiengesellschaft Worms wird gemeinsam mit dem Forstamt Rheinhessen in der Gemarkung Essenheim angrenzend an den Ober-Olmer Wald, neue, naturnahe Waldflächen anlegen. 10.000 Quadratmeter neuer Wald, der aus heimischen Laubbaumarten bestehen wird, sind das Ziel in den nächsten Jahren. Die Aufforstung soll im Frühjahr 2012 mit einer symbolischen Startpflanzung beginnen und 2015 abgeschlossen sein. Das Projekt kostet insgesamt 100.000 Euro.

Forstdirektor Dr. Gerhard Hanke und die EWR-Vorstände Helmut Antz und Günter Reichart sowie Henriette Zimmer vom Vertrieb Geschäftskunden freuen sich, dass mit der Vertragsunterzeichnung eine langfristige Partnerschaft zwischen dem Forstamt Rheinhessen – und damit dem Land Rheinland-Pfalz – sowie dem Energieversorger für Rheinhessen/Ried über eine Waldneuanlage abgeschlossen werden konnte. „Wir fühlen uns der Region verbunden und möchten ihr einen Teil unseres Unternehmenserfolg zurückgeben“, betont Antz bei der Vertragsunterzeichnung mit dem Forstamt Rheinhessen. 

Anpflanzung heimischer Baumarten

In den nächsten drei Jahren wird EWR 100.000 Euro in den naturnahen Wald investieren. „Mit diesem Projekt setzt EWR ein Zeichen, sich für eine gesunde Umwelt und eine nachhaltige Entwicklung in Rheinhessen einzusetzen", unterstreicht Forstdirektor Gerhard Hanke. 

Entwicklungsziel ist die Anlage einer neuen Waldfläche im waldarmen Rheinhessen. Weniger als fünf Prozent der Fläche von Rheinhessen sind bewaldet. Daher gehört die Region zwischen Bingen, Mainz, Alzey und Worms zu den waldärmsten Regionen Deutschlands. Die Bestandesbegründung erfolgt durch die Anpflanzung von Eichen, Elsbeeren, Wildkirschen, Speierlingen, Feldahorn, Hainbuchen und Mehlbeeren –  Baumarten, die im niederschlagsarmen und warmen Rheinhessen vorkommen und dort auch heimisch sind.

EWR: „regional und ökologisch“

EWR geht verstärkt neue Wege in der Energieversorgung, etwa mit der EWR Neue Energien GmbH, die in regional erzeugten Ökostrom investiert. Neben Naturstrom bietet das Unternehmen jetzt auch Ökogas an, das zu 100 Prozent CO2-neutral gestellt ist. "Initiativen wie der Ober-Olmer Wald passen sehr gut zu dieser Ausrichtung: regional und ökologisch", ergänzt Reichart. Für EWR ist durch den Partner Forstamt Rheinhessen sichergestellt, dass jeder investierte Euro in das Wiederaufforstungs-Projekt fließt und so dem Klima und den Menschen vor Ort zu Gute kommt.

Forstamt: „Lebensraum und Naherholung“

Vor dem Hintergrund der Waldarmut hat der Wald eine hohe Bedeutung als Lebens- und Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen, als Sauerstofflieferant, Luftfilter und Wasserspender sowie als Klimaschützer. Natürlich spielt die Naherholung im Ober-Olmer Wald eine große Rolle. Der nur 320 Hektar große Ober-Olmer Wald wird Jahr für Jahr von 300.000 Besuchern aufgesucht.

Durch die Waldneuanlage wird auch ein deutliches Zeichen im Sinne eines langfristigen Umweltschutzes gesetzt. Weltweit gehen Jahr für Jahr 13 Millionen Hektar Wald verloren. Weite Transportwege für  Holz belasten zusätzlich das Klima. Mit dieser Aufforstung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen wird die Sauerstoffproduktion  erhöht und CO2 langfristig gebunden. Der Wald spielt wegen der erheblichen Kohlenstoffspeicherung und der CO2-neutralen Produktion des Rohstoffes Holz eine wichtige Rolle im Klimaschutz. In Rheinland-Pfalz sind in einer Waldfläche von 833.000 Hektar landesweit etwa 680 Millionen Tonnen CO2 gebunden. 10.000 Quadratmeter können somit im Durchschnitt 816 Tonnen COauf Dauer binden. „Natürlich sind dies Durchschnittszahlen, die auf einen neuen Wald natürlich noch  nicht zutreffen“, erklärt Hanke. Aber Wald sei eine in die Zukunft gerichtete Investition, die langfristig Früchte für alle bringt: für die Natur, für die Umwelt, für Tiere und Pflanzen und selbstverständlich auch für die Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung – davon sind der Forstdirektor und die EWR-Vorstände überzeugt. 

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